Bei unserer Ankunft und zu später Stunde zeigte sich die Medina von Fes überraschend leer, nichts zu spüren von all den wilden Geschichten die man zuvor gelesen hatte.
Doch tags darauf, beim ungezwungenem Blick in eine der vielen Gerbereien der Altstadt, schnappt die Falle zu. Erst die Führung durch die Anlage, dann der Besuch in Onkels Teppichladen alias Teestube. Hoffnungslos verloren im Gassengewirr der Medina, sind wir plötzlich ein leichtes Opfer und werden für ungewünschtem Service zur Kasse gebeten.
Gereift an Erfahrungen und voller Tatendrang ziehen wir weiter.
Midelt heißt das Städtchen in das die Reise führt. Der etwas verschlafene Ort am Fuß des Hohen Atlas hat nicht viel zu bieten, lohnt aber als Zwischenstopp auf dem weiteren Weg in den Süden.
Im Bus nach Merzouga und den Dünen des Erg Chebbi, nimmt sich uns ein junger Berber an. Seine Aufgabe, Touristen in die Kashbas entlang der Sanddünen zu locken. Wir bleiben standhaft, und landen dann doch in einer der überteuerten Kashbas.
In wunderbarer Lage am Rand der Dünenlandschaft, bietet die Unterkunft sogar einiges an Luxus. Aber letztlich war es nicht unser Wille und auch der Preis trübt das Erlebnis. Am nächsten Morgen schaffen wir es dann nach Merzouga und finden unser Wüstenerlebnis.
Wir hangeln uns durch das Land, nach Quarzazate. Die historische Kashba und vorallem die Filmstadt, Kulisse für Gladiator und Asterix, sind die Highlights dieses Ortes.
Auf dem weiteren Weg nach Marrakech passiert man die spektakuläre Landschaft; des Hohen Atlas mit seinen kleinen Bergdörfern.
Wir erreichen Marrakech mit einer quirligen Medina und vor allem, der mit all seinen Grill- und Imbisbuden bestückte Hauptplatz Jemaa-El-Fna. Ein unglaubliches Erlebnis an Gerüchen und Geschmäckern.
Kashba Quarzazate
Dünenlandschaft Erg Chebbi
Essaouira
Es geht nach Imlil, ein kleiner Ort im Atlas Gebirge und Basis für Trekkingtouren rund um den Berg Toubkal. Der Weg dorthin gestaltet sich schwierig, da es so gut wie keinen Busverkehr gibt.
Dunkle Gewitterwolken hängen tief im Tal. Unsere geplante Wanderung auf den höchsten Gipfel Marokkos fällt ins Wasser. Kleine Touren in der näheren Umgebung des Dorfes entschädigen einwenig und geben uns einen Einblick in die hiesige Bergwelt.
Verwirrende Informationen, desinteressierte Taxifahrer. Der Plan weiter in den Süden zu reisen schlägt fehl und wir landen zunächst wieder in Marrakech. Hier entschließen wir uns spontan doch in die Touristenmetropole Agadir weiter zu fahren.
Entlang der Küste führt uns die Reise nach Essaouira. Der malerische Fischerort am Atlantik mit seiner festungsartigen Medina begeistert uns sofort. Autentisch und unverfälscht zeigt sich das Leben innerhalb der Medinamauern.
In Casablanca dann das Gegenstück zur schönen Medina in Essaoira. Die Stadt mit dem Ruf aus Tausend und einer Nacht, weltoffen und modern wie hektisch, laut und einer chaotischen Altstadt. Trotzdem finden sich einige schöne Ecken mit Cafes zum verweilen.
Mit dem Zug geht es schließlich zurück nach Fes. Ein letzter Minztee und ein Blick zurück auf eine ereignisreiche Reise durch Marokko.
Backpacking#05 Marokko
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