Es ist Mai und auf der Südhalbkugel hat der Herbst Einzug gehalten. Die weitläufigen Hügel der Johannesburger Vororte sind in goldener Farbe getaucht und die Jahreszeit zeigt sich von der schönsten Seite.
Ohne längerem Aufenthalt in Johannesburg geht es hinein in das Abenteuer Südafrika.
Was wir bereits erahnten, individuelles Reisen in Afrika stellt doch einige Hürden dar. Der Busbahnhof von Johannesburg, nicht gerade für heimelige Sicherheit berühmt, ist von unserem Hostel quasi nur mit einem eigens angeheuerten Shuttle zu erreichen.
Und dann am Busbahnhof, das tags zuvor erworbene Busticket weg, irgendwo verloren gegangen bei der Hatz durch die Terminals. Völlig unkompliziert lässt man uns dann doch boarden, unsere Namen auf der Busliste reichten als Nachweis. Kurz darauf sind wir auf dem nach Nelspruit (Mbombela).
Nelspruit, ein ehr ruhiges Städtchen, allerdings mit umso aufregenderer Umgebung mit dem nahen Krüger Nationalpark und die landschaftlich reizvolle Umgebung des Blyd Canyon.
Dem nahen Swasiland gilt es ebenso einen Besuch abzustatten. Kurzerhand mieten wir uns einen Leihwagen, zu kompliziert Vorhaben mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Tage im kleinen Königreich lohnten sich. Herrliche Landschaft, freundliche und unaufdringliche Menschen, ein Safaripark wie wohl kein Anderer. Der „Milwane Nationalpark“ bietet zwar nicht mit der größten Tiervielfallt auf, kann sich allerdings frei und zu Fuß im Park und zwischen den Tieren bewegen.
Zurück in Nespruit steigen wir wieder auf das öffentliche Nahverkehrssystem um und fahren weiter nach Maputo.
Mosambik, ein total anderes Land. Es wirkt ärmer aber nach dem Bürgerkrieg im Aufbruch. Die Hauptstadt Maputo chaotisch aber besser als in einschlägigen Reiseführern beschrieben. Wir bewegen uns tagsüber sicher und frei in der Stadt.
Die kommenden Tage hangeln wir uns mit Minivans der Küste entlang in den Norden.
Tofo ist ein weitläufiger Ort mit groß, langem Sandstrand. Das Leben ist gemächlich und wer nicht taucht verbringt den Tag am weißen Strand, organisiert sich sein Abendessen frisch und direkt bei vorbeikommenden Fischern. Restaurants gibt es quasi nicht, Supermärkte erst recht nicht. So besorgen auch wir uns den Fisch frisch für das allabendliche Grillen.
Im vollbesetzten Minibus geht es nach Vilankulos. Der Ort ist größer und moderner als Tofo mit allen Annehmlichkeiten.Die Atraktion sind die vorgelagerten Inseln des Bazaruta Archipels. Mit Dhaus segelt man zu den Inseln mit den schneeweißen Stränden und türkisblauem Wasser.
Für uns endet die Reise in Vilankulos, fliegen zurück nach Johannesburg und verbringen noch ein paar Tage in der Stadt, akklimatisiert bewegen wir uns nun freier und erhalten einen differenzierteren Blick auf Johannesburg und diesem aufregenden Land.
Backpacking#11 Süd Afrika, Swasiland & Mosambik
Copyright 2015 Alle Text und Bildrechte vorbehalten powered by OernipoorHTML/CSS2015