China
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Mit dem Rucksack durch das Reich der Mitte


    




 
ZEITRAUM: 2005 & 2008
 
  CHINA
  HONGKONG
  MACAU
 
 
 
 
 
 
 
 




Guilin-Yangshou Bus Hostel
Xian-Peking Zug Leo Hostel
Shenzhen-Huaihua-Fenghuang Zug/Bus Guesthouse
Chongqing-Wuhan-Guangzhou-Shenzhen Schiff/Bus/ZugBoot/Hotel
Kunming-Dali-Lijiang Zug/Bus Hostel
Lijiang-Tigersprungschlucht-Shangri La Bus Guesthouse
Shangri La-Kunming Bus The Hump Backpackers
Shenzhen-Shanghai-Peking Zug Leo Hostel
Shenzhen-Hongkong-Macau-Shenzhen Fähre Guesthouse




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Bahnhof von Xian Xian Goose Pagode, Xian Terracotta Armee Blick über Guilin am Li-Fluss Ankunft in Yangshou Li-Fluss in Yangshou mit Karstbergen Kormoranfischer auf dem Li-Fluss Schmankerl in Fenghuang Fenghuang Fenghuang Fenghuang Fenghuang Chongqing am Yangtze-Fluss Chongqing Yangtse Flusskreuzfahrtschiffe Fahrt durch die aufgestaute Yangtzeschlucht Scharfes Nudelgericht in Dali Dali Lijiang Umgebung von Lijiang Wandern durch die Tigersprungschlucht Wandern durch die Tigersprungschlucht Wandern durch die Tigersprungschlucht Wandern durch die Tigersprungschlucht Blick über die Altstadt von Shangri-La Altstadt Shangri-La Altstadt Shangri-La Ganden Songtsenling Kloster Ganden Songtsenling Kloster Kunming Kunming Steinwald bei Kunming Steinwald bei Kunming Vorgedünsteter zerlegter Hund Hotpot Blick über die winterlichen Berge von der Größen Mauer Größe Mauer Mao Palast in Peking Spiel-Casino in Macau Portugiesische Altstadt von Macau Hongkong Hongkong Shenzhen


Reisebericht

Reisen im Reich der Mitte. Das herausfordernste Problem dürfte hierbei die Sprache sein. Es kann mitunder eine Herausforderung sein, simple Dinge zu regeln.
Ein Platz für Eisenbahn oder Bus läßt sich mit Zetteln hin bekommen, auf denen man sich die chinesischen Schriftzeichen malt, die man seinem Reiseführer entnommen hat.
So geht es los, meine Reise durch China.


Unterwegs im Land

Shenzhen (Guangdong Provinz)
Im Süden Chinas wuchert ein wahrer Moloch, in direkter Nachbarschaft zu Hongkong, die Megacity Shenzhen. Mein Aufenthaltsort für eine begrenzte Zeit und Sprungbrett zur Weiterreise ins Land.

Guangzhou (Guangdong Provinz)
Guangzhou, zwei Stunden Zugfahrt entfernt am oberen Ende des Perlfluß-Delta gelegen, erkennt man erst auf dem zweiten Blick das Besondere in der Stadt. Kleine Flußfähren pendeln auf dem Perlfluß zwischen den Stadtteilen. Auf beiden Uferseiten finden sich tolle Plätze zum verweilen.
Das alte französische Viertel Shamian Island, auf einer kleinen Insel gelegen, besitzt noch Gebäude aus der Kolonialzeit. Ein Hauch von Tropen liegt in der Luft und dazu passt auch der gerade niedergehende warme Sommerregen, welcher auf das Vordach des wohl gemütlichsten Cafes nieder prasselt.

YangshouXianFenghuang

Guilin & Yangshou (Guangxi Provinz)
Guilin ist von Shenzhen aus mit der Bahn und Flieger zu erreichen, und Ausgangspunkt in die Karstlandschaft entlang des Li-Fluß und Yangshou. Yangshou ist beschaulich. Die hübsche Altstadt übersichtlich und es existiert eine gewisse touristische Infrastruktur.
Es bieten sich Möglichkeiten zum Wandern durch die einzigartigen Karstlandschaft. Auf dem Fluß bieten Bootseigner ihre Dienste um Touristen auf dem Wasser an den Karstbergen vorbei zu schippern.
Yangshou ist einer der Orte welche sich noch ihren eigenen Charme bewahrt haben, ein Ort um auch ein paar Tage länger zu verweilen.

Xian (Shaanxi Provinz)
Es ist Dezember und auch in Xian sehr kalt. Ich nenne es einmal landestypische Unterbringung was uns in unserem Hostel erwartet. Doppelte Bettdecken ersetzen die Heizung und vierundzwanzig Stunden heißes Wasser, bereitgestellt in Thermoskannen.
Der touristisch interessante Teil Xians beschränkt sich auf innerhalb der großen Stadtmauer, dem Glockenturm und der großen Pagode.
Das eigentliche Highlight ist aber außerhalb der Stadt zu findend. Die berühmte Armee der Terrakotta-Krieger, gut fünfzig Kilometer östlich der Stadt gelegen.
Im Nachtzug geht es weiter nach Peking.

Peking (Beijing Provinz)
Geschäftiges Treiben ist in der alten Hutong-Siedlung südlich des Tiananamen Square wurden oder waren bereits dem Erdboden gleich gemacht. Welche Art von Bebauung die uralten chinesischen Behausungen, nach Kohleofen riechenden, quirligen und engen Gassen ersetzten wird, ist wohl außer Frage. Ein echter Verlust für das ansonsten an historischen Sehenswürdigkeiten reich bestückte Peking.


Fenghuang (Hunan Provinz)
Siebzehn Stunden dauerte die Zugfahrt nach Huaihua, und noch einmal vier Stunden im klapprigen Bus, dann ist Fenghuang erreicht.
Wie genau ich dazu kam, diesen Ort zu besuchen, weiß ich nicht mehr. Die Chinesen guckten jedoch erstaunt als ich von meinem Reiseziel erzählte.
Fenghuang ist, oder war, ein echter Geheimtipp. Die Stadt am Tuo Jiang-Fluss wir noch wenig von ausländischen Touristen frequentiert, zumindest hatte ich kaum welche gesehen. Den Chinesen ist der Ort gleichwohl ein Begriff.
Auf Holzpfählen gebaute Häuser entlang des Flusses geben der Stadt ihre Schönheit, dahinter liegen grüne Berge. Die Menschen waschen am Fluss Wäsche und ihre Lebensmittel. Irgendwie scheint alles aus der Zeit gefallen zu sein, primitiv und einzigartig schön.
Es war eine der schönsten Städte die ich in China besucht habe. Es war noch nicht überlaufen und die Zeit scheint hier wirklich stehen geblieben zu sein. Bleibt nur zu hoffen das dieses Juwel noch lange in dieser Art erhalten bleibt.

Jangzi - Dreischluchten (Hubei Provinz)
Am Flughafen von Chongqing werde ich angesprochen, man will mir eine dieser Jangtzi-Kreuzfahrt schmackhaft machen und andrehen. Lange brauchte es nicht um mich zu überzeugen und ich heuere auf einem „Chinese-Cruise-Ship“ an.
Das Boot geht erst am späten Abend, etwas außerhalb von Chonquing und so bleibt noch etwas Zeit die Stadt zu erkunden.
Ohne zu wissen was ich tat, wurde es Gewissheit. Ich war der einzige Ausländer an Board und fortan während der Reise auf Hilfe angewiesen. Aber auch hier fanden sich wieder Menschen die mir durch den Tag halfen, ohne deren Unterstützung ich nicht durch den zeitlich straffen Ablauf der Tour gekommen wäre.
Das Bordleben ist übersichtlich, beschränkt sich auf das Wesentliche. Es gibt zwar ein Restaurant, die überwiegende Mehrzahl der Passagiere ist jedoch Selbstversorger.
Drei Tage kreuzt das Schiff den Jangtsi Flussabwärts, wobei der aufgestaute Fluss kein Fluss mehr ist sondern ein in ein enges Tal gequetschter See. Der Vollstau noch lange nicht erreicht hat bereits jetzt der Jangtsi seine Schönheit bereits verloren. Bei meinen chinesischen Reisegruppe tut dies natürlich nichts zur Sache, nur wenige Kritische Stimmen sind über das Staudammprojekt zu vernehmen.
Umso mehr muss somit bei der Landbegehung geboten werden. Die sind zahlreich und immer äußerst akkurat organisiert, streng geordnet, immer dem Fähnchen hinter her. Abwechslungsreich sind die Excursionen allemal. Ob die Fahrt im Drachenboot oder Waldwanderung samt Schwimmweste, alle haben ihren Spaß, auch wenn sich der tiefere Sinn nicht immer erschließt. Die Reise endet schließlich am gigantischen Drei-Schluchten-Staudamm, von hier geht es wieder nur mit dem Bus weiter nach Wuhan.

Kunming (Yunnan Provinz)
Kunming ist nicht sonderlich interessant. Eine typische moderne chinesische Großstadt mit einem kleinen Rest an historischer Bausubstanz. Dennoch nicht gleich ein Grund zu flüchten, die Umgebung hat einiges mehr zu bieten.
Südlich der Stadt liegt der Dian-Chi See, ein typisches Wochenendausflugsziel für die Bewohner Kunmings. Interessanter jedoch der sich hinter dem See auftürmende „Xi-Shan“, übersetzt „Westberg“. Eine Seilbahn führ über den See n den Fuß des Berges. Von hier geht es auf guten Pfaden hinauf auf den Gipfel und einer Art Plateau mit einigen ländlichen Dörfern. Bis zum Gipfel kommt der Wanderer an dutzenden Tempeln vorbei, ein herrlicher Blick über Kunming und die nähere Umgebung bietet sich.
Das aber wohl bekannteste Ziel die gut 200km entfernte Ortschaft Shilin mit seinem Steinwald aus tausenden bizarren Granitsäulen. Labyrinth ähnlich verlieren sich verzweigte Wege zwischen dem wie ein Wald wirkenden Gelände. Erst etwas belächelnd, später wirklich nach dem richtigen Weg zurück suchend, verlieren auch wir uns in dem faszinierenden Naturphänomen.


Dali, Lijiang, Shangri La, Tigersprungschlucht (Yunnan Provinz)
Dali ist der Ausgangspunkt für Fahrten hinauf nach Lijiang und weiter in die Berge der östlich Himalaya Ausläufer. Vom Massentourismus ein wenig verschönt lässt sich innerhalb der Stadtmauern noch traditionelles Leben beobachten.
Mit einem Bus geht es hinauf in die Berge und dem Reiseziel für Chinesen schlechthin. Kaum ein Chinese der nicht davon träumt einmal nach Lijiang zu fahren um dort sein romantisches Abenteuer zu finden. Die Wirklichkeit ist nüchterner, wenig romantisch da völlig überlaufen. Der eigentlich schöne und historische Altstadtkern wurde zu einem riesigen Souvenir und Bar Distrikt umfunktioniert.
Von Lijiang ist es nur noch ein Katzensprung zur berühmten Tigersprungschlucht. Der junge Jangtsi-Fluss hat sich hier tief ins Tal eingegraben, rings herum wachsen die bis 5000m höhen Berge in den Himmel. Ein Traumwanderweg verläuft entlang der Steilabfallenden Hänge entlang des Tals. Immer wieder führt der Pfad durch urige Bergdörfer, die Bewohner verdienen sich ein Zubrot mit der Unterbringung von Gästen. Zwei unvergessliche Tage auf einem unvergesslichen Wanderweg am Rande des Himalaya.
Endgültig ein Gefühl von Tibet bekommt man dann in Shangri-La. Die Bevölkerung besteht zumeist aus geflohenen Tibetern die ihre Heimat verlassen haben. Auch wenn Tibet für die meisten Touristen verschlossen bleibt, hier fühlt man vielleicht ein wenig wie dort. Ein kleiner Rest Altstadtkern vermittelt diesen Eindruck auf spirituelle Weise und einen Potala ähnlichen Tempel findet man auch hier. Shangri-La war wirklich ein besonderes Erlebnis.

Shanghai (Shanghai Provinz)
Shanghai war eine Endtäuschung, zumindest für mich. Lag es nun am Wetter oder an der Stadt selbst. Nebel und Regen ließen keinen Blick auf die weltberühmte Skyline zu, am Bund gingen die Kunststudenten auf die Nerven die ihr Salär mit fragwürdigen Einladungen aufbessern wollten. Shanghai, mir blieb die Magie dieser Stadt verborgen.

HongKong & Macau
Eigentlich eigenständig und selbst verwaltet gehören die beiden Landstriche de Facto doch zu China.
Hongkong ist ein Staat für sich, so vielfältig, das ein paar Tage Aufenthalt kaum genügen um die letzten Geheimnisse für sich zu entdecken. So beschränkt sich der Aufenthalt für die meisten Besucher auf die Touristenmagnete im sehr chinesisch geprägten Kowloon und die Viertel um den Peak mit seiner bekannten Standseilbahn. Für mich ist Hongkong eine der faszinierendsten Großstädte Asiens.
Mit der Fähre geht es über das Perlflussdelta hinüber nach Macau, dem kleineren portugiesischen Pendant zu Hongkong. Es hat weithin weniger zu bieten, die meisten Besucher kommen aber ohnehin nur um dem Glückspiel zu frönen.
Das Zentrum ist nett herausgeputzt, einige Kolonialbauten haben die Zeit überstanden und vermitteln südeuropäischen Charme. Einmal jährlich wird die City zum Rundkurs für ein Autorennen. Nicht ganz so glamourös, aber ähnlich wie in Monaco, werden ganzen Straßen gesperrt und ohrenbetäubender Lärm durchdringt die Stadt. Bewegen nur eingeschränkt möglich. So war es auch am Wochenende meines Besuchs.




Backpacking#06 China

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