Cruzinha-Cha de Igreja-Boca de Ambas-Boca de Coruja
Santo Antao
Wandern
Hotel Pedracien
Boca de Coruja-Coculi-Figueiral-Lombo de Pedra-Espongeiro
Santo Antao
Wandern
Casa Espongeiro
Espongeiro-Porto Novo-Mindelo
S. Antao/S. Vicente
Aluguer/Fähre
Simabos Hostel
Mindelo-Praia-Assomada
S. Vicente/Santiago
Flug/Aluguer
Hotel Avenida
Assomada-Fundura-Figueira das Naus-Ribeira da Prata-Tarrafal
Santiago
Wandern/Aluguer
Hotel Baia Verde
Tarrafal-Calheta de Sao Miguel-Praia
Santiago
Aluguer
Hotel Santa Maria
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Reisebericht
Bis vor einigen Jahren galt das Archipel um die kapverdischen Inseln noch als Herausforderung für Individualreisende. Zu chaotisch und unzuverlässig war es sich über und vor allem zwischen den Inseln zu bewegen. Doch die Kapverden sind längst in den Fokus des Tourismus gerückt, selbst die Anreise stellt keine Schwierigkeiten mehr dar.
Die Insel Sal
Schon der Anflug auf die am nördlichsten gelegene Insel zeigt was einen hier erwartet. Ein weitestgehend flaches und karges Wüsteneiland. Ungeschützt weht der permanent kräftig Nordostwind über das Land und treibt Sand und Staub vor sich her. Im süden reihen sich die All-In Resorts aneinander.
Trotz des offensichtlich wachsenden Tourismus hat Santa Maria noch immer den Flair eines Hippie-Nestes.
Bis auf seine Strände hat Sal nicht sonderlich viel zu bieten. So halten wir uns nicht lange auf und fliegen weiter in den Nordwesten des Insel-Archipel.
Die Insel Sao Vicente
Um nach nach Santo Antao weiter zu kommen, ist ein Aufenthalt in Mindelo unvermeidbar. Mindelo, Hauptort der Insel Sao Vicente und zweitgröte Stadt der Kapverden und einem entsprechenden städtischem Flair.
Das Zentrum mit Kolonialarchitektur ist gut erhalten und an jeder Ecke findet sich eine Bar mit allabendlicher kapverdischer Livemusik.
Die Tücken der Weiterreise nach Santo Antao liegen in der Meerenge und den unberechenbaren Winden zwischen den beiden Inseln. Bei zu starkem Wind wird der Fährbetrieb kurzer Hand eingestellt und es kann Tage dauern bis zur nächsten Überfahrt.
So sitzen auch wir unfreiwillig fest und nutzen die Zeit auf Sao Vicente und fahren mit den Einheimischen zum Sonntagsbrunch nach Calhau.
Die Insel Santo Antao
Die Überfahrt von Mindelo zur Insel Santo Antao ist wahrlich nichts für schwache Mägen.
Nach der Ankunft am Hafen nehmen wir eines der Sammeltaxis, fahren auf alten Pflasterstraßen ins Gebirge zum Covo-Krater. Am Rand des riesigen, erloschene Vulkankrater, beginnt unsere erste Wanderung.
Das Bergdorf Fontainhas
Mindelo
Ribeira do Paul
Santo Antao - Wanderung vom Covo Krater in die Ribeira do Paul
Auf einem Fahrweg geht es bis auf den Grund des Kraters, vorbei an einem unscheinbaren Dorf, beginnt bald ein steiler Anstieg auf einem Trampelpfad zurück zum Kraterrand. Kühle und nass aufgeladene Passatwolken verwehren einen grandiosen Ausblick über die umliegenden Gipfel und das tief unter uns liegende Paul-Tal.
Ein steiler Serpentinen-Pfad führt an einer Steilwand entlang in das Tal hinab. Die Luft wird wärmer und tropischer. Auf Terrassenfeldern wachsen Zuckerrohr und Bananenstauden.
Die erste Streusiedlung die wir erreichen bietet einige der wenigen Unterkünfte im oberen Paul-Tal. Wir ergattern ein letztes Zimmer und genießen den Abend in herrlicher Landschaft.
Santo Antao - Wanderung durch die Ribeira do Paul nach Villa de Pombas
Wir folgen einem schwer zu erkennenden Maultierpfad entlang der Terrassenfeldern aus der Siedlung herraus. Dank der feuchten Passatwolken zeigt sich das Paul-Tal in sattem Grün und jeder Winkel wird landwirtschaftlich genutzt. Es riecht wie in einem riesigen tropischen Garten.
Bald verlassen wir den Trampelpfad, folgen der einzigen Straße zur Küste. Unterwegs treffen wir einen österreichischen Eremit und Selbstversorger, der uns Geschichten aus seinem bewegten Leben erzählt.
Im beschaulichen Villa de Pombas endet die Wanderung. Mangels Optionen von Wanderrouten entlang der Küste, nehmen wir ein Sammeltaxi zur Weiterfahrt nach Ponta do Sol.
Santo Antao - Wanderung von Ponta do Sol nach Cruzinha da Garca
Entlang der steil ins Meer abfallenden Küste folgen wir der spektakulärsten wie auch populärste Wanderung in das Fischerdorf Cruzinha.
In ständigem auf und ab schlängelt sich ein Pflasterweg der Steilküste entlang und führt zu abgeschiedenen, fast isolierten Dörfern, welche nur zu Fuß zu erreichen sind.
Für uns einer der schönsten Wandertage auf Santo Antao.
Santo Antao - Wanderung von Cruzinha da Garca nach Boca de Coruja
Vom Fischerdorf Cruzinha führt der Weg weg von der Küste ins Dorf Cha de Igreja.
Die Wanderung folgt einem trockenem Flussbett aus dem Dorf heraus und steigt bald durch ausgedorrte Terrassenfelder bergan. Ein letzter anstrengender Serpentinenweg dann ist die Passhöhe erreicht.
Zu beiden Seiten bietet sich ein schöner Ausblick, zurück zur Küste und ins vor uns liegende Tal Ribeira Grande.
Der Weg führt nun wieder bergab bis in den Ort Boca de Ambas. Hier endet die beschriebene Wanderung. Wir folgen noch einem ausgetrockneten Flusslauf für ein paar Kilometer, bis wir die einzige Herberge in diesem Tal erreichen.
Santo Antao - Wanderung von Boca de Coruja nach Espongeiro
Wir verlassen unser Hotel, wandern ein Stück einer asphaltierten Straße entlang bis zum Ort Coculi. Hier zweigt der Weg von der Straße ab, folgt einem Pflasterweg durch ein ehr dicht bebautes Tal bergauf.
Einige Kinder stapfen mit uns zu ihren entlegenen Dörfern, amüsieren sich köstlich und veralbern uns wohl auch ein wenig wegen unserer Rucksäcke und uns wandernd fort zu bewegen, ein wohl noch immer seltener Anblick.
Das letzte Haus liegt hinter uns und wir sind wieder alleine. Der Weg ist nur noch ein schmaler Pfad und windet sich in steilen Serpentinen zum Pass Cha de Pedra hinauf.
Dicke Wolken hängen über den Pass, es nieselt und es ist kalt. So sind wir froh das Bergdorf Espongeiro zu erreichen, haben Glück und bekommen bei Alan das letzte freie Zimmer.
Savanenlandschaft auf Santiago
Eisvogel
Die Bucht von Tarrafal auf Santiago
Die Insel Santiago
Schnell fällt auf, die Insel wirkt deutlich afrikanischer. In Assomada, in mitten der Berge gelegen, kann sich nicht als sonderlich hübsch betrachten, jedoch äußerst lebhaft und lebensfroh. Ein kleiner Spaziergang führt uns durch die Vororte in ein nahes, vegetationsreiches Tal. Versteckt zwischen Palmen und Zuckerrohr stoßen wir auf eine einfache Grogue-Brennerei.
Ochsen pressen das Zuckerrohr, die Technik zum Brennvorgang wirkt abenteuerlich. Mit einer Flasche zweifelhaften Destillat im Gepäck laufen wir weiter.
Einige Meter weiter reckt ein riesiger Kapokbaum seine fünfhundertjahre alten Äste in den kapverdischen Himmel, einst gepflanzt von den ersten Siedlern der Insel.
Noch einmal wollen wir Wandern. Im unscheinbaren Ort Fundura verlassen wir unser Aluguer, suchen einen Weg zur Küste nach Ribeira da Prata.
Der Weg erweist sich als asphaltierte Straße, bringt uns aus dem Dorf hinaus und bald zu einen kleinen Canyon. Einheimischen beäugen uns misstrauisch, so anders als auf Santo Antao.
Wir verbringen noch einige ruhige Tage im schönen Tarrafal und zum Abschluss in der beschaulichen Hauptstadt Praia.
Backpacking#14 Kapverdische Inseln
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