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Eine Radreise von Tunis bis an den Rand der Sahara nach Tozeur
| JAHR |
MONAT |
TAGE |
DISTANZ |
BERGAUF |
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| 2026 |
MAR |
9 |
754 KM |
2456 HM |
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TUNESIEN |
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| Tunis-La Goulette-Carthage-Sidi Bou Said-Tunis | 42 km | 198 Hm |
| Tunis-Grombalia-Hammamet | 74 km | 372 Hm |
| Hammamet-Bouficha-Enfidha-Hergla-Sousse | 93 km | 182 Hm |
| Sousse-El Djem | 71 km | 309 Hm |
| El Djem-Sfax | 65 km | 80 Hm |
| Sfax-Skhira | 85 km | 132 Hm |
| Skhira-Gabes-Matmata | 93 km | 567 Hm |
| Matmata-Douz | 100 km | 259 Hm |
| Douz-Kebili-Tozeur | 131 km | 357 Hm | | 754 km | 2456 Hm |
Bilder zur Tour
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Reisebericht
Zehn Stunden dauert die Überfahrt vom sizilianischen Palermo nach Tunis, dann rollt das Fahrrad aus dem riesigen Bauch der Fähre hinaus in die afrikanische Nacht.
Ungewöhnlich ruhig zeigt sich Tunis. Leere Straßen, kein Hupen, geschlossene Läden in der sonst geschäftigen Medina. Die Feiertage nach dem letzten Ramadan haben das öffentliche Leben zum erliegen gebracht.
Am nächsten Morgen dann aber das erwartete Tohuwapohu. Pünktlich zum Start der Tour ist das Leben zurück. Zwischen Verkehrschaos und Blechlawinen bahnen wir uns den Weg aus der Stadt.
Mit den letzten Vororten wird es zusehends ruhiger, die Gegend ländlicher. Jetzt im Frühling präsentiert sich die Landschaft Tunesiens noch in sattem Grün, es geht vorbei an Zitrus- und Olivenbaumfeldern. Mit ordentlich Rückenwind erreichen wir den Badeort Hamamet.
Südlich von Hamamet erstrecken sich entlang der Küste die Hotelanlagen. Wir bleiben meist auf der Hauptstraße abseits der Touristenzentren, biegen erst bei Hergla wieder auf die ruhigere Straße entlang der Küste ein. Unspektakulär ist die Fahrt nach Sousse, umso aufregender die quirlige Medina der Stadt.
Wir verlassen die ehr touristisch geprägte Küste, fahren ins Hinterland. Sofort fällt die Veränderung auf. Nur wenige Kilometer entfernt von den Urlaubsstränden, nimmt man in den Dörfern ein völlig anderes Straßenbild wahr. Quirlige Märkte, geschäftiges Treiben, Gewusel und Vieh welches frühmorgendlich seinen letzten Gang zum Metzger antritt.
Bereits von weitem sichtbar, drohnt beeindruckend das römische Amphitheater über El Djem. Wie ein Ufo wirkt das römische Theater in mitten der Stadt.
Von El Djem geht es wieder zurück zur Küste nach Sfax. Die zweitgrößßte Stadt Tunesiens ist äußerst lebendig. Verkehrschaos und eine geschäftige Medina. Nach kurzem Aufenthalt geht es weiter, südlich von Sfax wird es endlich ruhiger, die Wüste kündigt sich an.
Auf der Küstenstraße geht es nach Gabes. Der Verkehr wird deutlich weniger und kündigt die Leere des Südens an. Auch wird es herausfordernder eine Unterkunft zu finden. Eine Oase, und weit entfernt von jeglichen Touristenstandards, findet man in Shkira. Hoffentlich bleibt dieses Hotel noch lange erhalten.
Mit Gabes kehren wir der Küste den Rücken und biegen ab ins Hinterland. Eine kaum frequentierte Straße führt durch eine beeindruckende Bergkulisse hinauf zum Bergdorf Matmata.
Matmata, einer der Drehort der Star Wars Filme, lockt etliche Touristen an, den Rest macht die Bergidylle und die für die Gegend berühmten, in Fels geschlagenen Wohnhöhlen der örtlichen Berberstämme.
Von Matmata geht es wieder bergab. Am Rand der Sahara fahren wir einsam bis in die Oasenstadt Douz. Zwei einfache Cafes liegen auf dem Weg, weiter gibts es nichts. Die Wüste domminiert.
In Douz genießen wir das Leben der Oasenstadt mit der kleinen, aber ansehnlichen Medina und dem großen Hauptplatz mit den gemütlichen Teestuben.
Durch Dattelplantagen kommen wir zum Salzsee Chott el Jerid. Meist trockenliegend und mit Salzkruste versehen, hat sich der See aufgrund von Regenfällen teilweise mit Wasser gefüllt. Auf dem schnurgeraden und vierzig Kilometer langen Damm geht es, natürlich gegen den Wind, durch die Salzwüste nach Tozeur. Mit einer beeindruckenden letzten Etappe endet die Reise im lebhaften Tozeur in der Sahara.
Mit dem Wüstenzug geht es zurück nach Tunis und zur Fähre nach Genua...
Tour#31 Tunesien
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